Eulen und Lerchen
Die Anfangseuphorie ist wahrscheinlich vorbei. Morgens fällt es mir mittlerweile wesentlich schwerer aufzustehen, was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich nach wie vor Besuch habe und immer relativ spät zu Bett gehe. Es war klar, dass ich nicht über 90 Tage super euphorisch sein werde. Es war klar, das Ums und Downs kommen würden.
Von daher bin ich nicht beunruhigt. Morgens muss ich für ein paar Stunden mein Gehirn ausschalten (fällt mir nicht schwer) und wie in Trance mein Programm durchziehen. Motivation, ich betone es noch Mal, ist das a und o beim Training. Obwohl bei mir die Angst mich zu blamieren vielleicht sogar größer ist. Aber vielleicht ist genau das meine Motivation. Könnte sein? Generell ist der Tag einfach viel zu kurz um alles zu erledigen. Bis ich mit Training fertig bin und zu Mittag gegessen habe, ist es meistens schon 1300 Uhr. Dann muss ich noch alles andere erledigen. Ist mir ein absolutes Rätsel wie es jemand schafft in Shape zu bleiben, der einen 10-12 Stunden Tag hat. Vermutlich geht es entweder nicht oder die Leute haben sonst kein Leben. Wie macht es ein Mensch, der erfolgreich im Beruf ist, eine Freundin hat, im Gesangs- und Feuerwehrverein ist, jeden Tag Joggen geht und noch in irgendeinem Sportverein aktiv? Der Tag hat doch nur 24 Stunden oder? Das einzige was ich bei mir kürzen könnte wäre der Schlaf, aber ich bin noch nicht mal ausgeschlafen, wenn ich 10 Stunden geschlafen habe. 8 Stunden Schlaf sind bei mir das absolute Minimum. Bei 7 wird es dann echt haarig. Ist für mich immer wieder ein Phänomen, dass in dem Moment wo der Wecker geht oder ich geweckt werde, ich das Gefühl habe jetzt könnte ich am besten schlafen. Geht mir öfters so, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen kann und in dem Moment wo der Wecker geht, ich das Gefühl habe, jetzt könnte ich den besten Schlaf meines Lebens haben. Ist mir ein absolutes Rätsel wie ich zu Schulzeiten, teilweise um 0630Uhr, aufgestanden bin. Alles wahrscheinlich Gewöhnungssache, aber wenn heute der Wecker um 0900 Uhr geht, denke ich schon immer, was für eine unhumane Zeit. Zu Schulzeiten kam es mir auch nicht wirklich natürlich vor, besonders im Winter, aufstehen zu müssen, wenn es draußen noch dunkel war. Kein Wunder das ich die meiste Zeit meiner Schulzeit gegen das Einschlafen gekämpft habe. Ich hab mal gelesen, es gibt so genannte Eulen- und Lerchen-Menschen. Die Eulenmenschen müssen von Natur aus länger schlafen sind dafür in den Abendstunden wesentlich aktiver und die Lerchen-Menschen werden früh müde. Bin definitiv ein Eulenmensch.
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