Pseudo Jetset
Gestern bin ich noch irgendwelchen tschechischen Pornostarlets auf der Venus hinterher gejagt, heute bin ich schon wieder in England. Hört sich vielleicht für den Ein oder Anderen toll an, ist aber eine ziemliche Prozedur gewesen. Samstagabend oder besser gesagt Sonntagmorgen bin ich um 600Uhr Heim gekommen. Dieter und ich hatten unser Betriebsfest gefeiert und es ist etwas später geworden.
Um 0900 Uhr ging’s ab Richtung Schönefeld (Flughafen) und dann nach London-Luton (mit den Abrippern vom Dienst: easyjet) und von da aus mit einem Taxi nach Coventry. So ca. gegen 1600 Uhr war ich dann im Hotel. Der ganze Trip fand im Halbschlaf statt und ich war wirklich überrascht wo man überall ein durchaus gutes Nickerchen machen kann. Bevor wir uns aber England zu wenden noch ein paar Takte über die Venus.
Vor dem Messegebäude standen Leute von einer freien Kirche mit einem Banner und verschiedenen Aufschriften. Pornos würden zum Ehebruch führen, Vergewaltigungen und Abstumpfung würde es auch noch fördern. Zwei Tage lang, wurde ich von Geschlechtsakten und sekundären Geschlechtsmerkmalen voll geballert, so dass ich dann abends in der Disko immer noch in so eine art „Pornomodus“ war und die ganze Zeit so Sachen dachte wie z.B: „Jetzt müsste doch eigentlich Mal die Ein oder Andere ihre, entschuldigt den Ausdruck, Möpse rausholen.“ Anscheinend scheint es wirklich abzustumpfen? Vergewaltigt habe ich auf jeden Fall niemanden. Wobei sich jetzt vielleicht die Eine oder Andere meldet und mein Antanzen vielleicht als Vergewaltigung sieht. Der Pornomodus wird sich schon in den nächsten tagen wieder verflüchtigen. Jetzt muss ich erst ein Mal eine Woche am Stück fliegen und da werde ich alles andere als Titten und Ärsche zu sehen bekommen.
In einer Stadt namens Coventry bin ich derzeit, etwa eine Stunde nordwestlich von London. Wir Deutschen haben einen ganz besonderen Bezug zu dieser Stadt, wir haben sie nämlich 1940 in Schutt und Asche gelegt. Unter dem Decknamen: „Mondscheinsonate“ wurden strategische Bombenangriffe auf Coventry geflogen, die hauptsächlich den von Rolls-Royce im Stadtzentrum gelegenen Flugzeugmotorenwerken galten, aber alles zerbombten. Zum Glück ist es heute mehr oder weniger vergessen und die Engländer sind nicht nachtragend. Coventry und Dresden sind sogar Partnerstädte.
Ein Park zum Gedenken der Opfer der Luftangriffe mit zahlreichen Gedenktafeln erinnert noch daran, aber ansonsten sind die Leute nicht nachtragend. Höchsten das mal einer auf :“Where are you from?“ – „Germany“ – mit „Your a Nazi? reagiert, aber als Deutscher im Ausland kommt das nach wie vor hin und wieder vor und lässt einen völlig kalt.
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